Die christliche Religion hat mehrere Jahrtausende überlebt, indem die „Hirten“ ihren „Schäfchen“ beibrachten, sie müssten gehorchen und sich unterordnen, sonst würden sie ein schreckliches Schicksal erleiden. Die gesamte Theologie ist bis heute auf Machtgewinn und -erhalt ausgerichtet.

Jesus sagte zu Petrus: „Füttere meine Schafe, beschütze und liebe sie.“ Die Religion hat daraus gemacht: „Die Schafe müssen bewacht und mit Furcht kontrolliert werden, damit sie gehorchen und sich scheren lassen.“ Der Höhepunkt dieser Unmoral war der Ablasshandel im Mittelalter. Unter dem Motto: „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt.“ wurde Vergebung und Erlösung regelrecht verkauft und im Gegenzug den „Unbußfertigen“ mit ewiger Höllenqual gedroht.

Diese Praxis, verbunden mit Selbstbestrafung für solche Sünden wie der, eine Frau hübsch zu finden, brachten den katholischen Mönch Martin Luther an den Rand der Verzweiflung. In dieser Situation offenbarte sich ihm der liebende himmlische Vater. Luther erkannte, dass die Erlösung von der Sünde allein aus der Gnade Gottes heraus geschieht und nicht erkauft werden kann. Die Erkenntnis, Erlösung nur aus dem Glauben an Gott heraus und ohne eigene – wie auch immer geartete – Werke erlangen zu können, war für ihn eine große Befreiung.

Er wollte mit dieser Erkenntnis die Kirche reformieren – aber die hing zu sehr an ihrer Macht. Trotzdem griff diese Reformation um sich und hat heute sogar in der katholischen Kirche Fuß gefasst. Die Erlösung aus Gnade ist in den Köpfen der Menschen angekommen und hat im Laufe der Jahrhunderte das Denken re-formiert.

Leider ist dabei wieder etwas durcheinandergekommen und die richtige Erkenntnis, Erlösung durch Glauben und nicht durch eigene Werke erlangen zu können, hat sich ins Gegenteil verkehrt. Heute heißt es in vielen Kirchen: „Nur keine eigenen Werke, die verhindern die Erlösung.“ Manche setzten dieser Einstellung die Krone auf, indem sie sagen:

„Wer keine Werke tut, sondern an den glaubt, der den Gottlosen gerecht machen kann, dem wird dieser Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.“ (Römer 4,5*)

Das ist sehr bequem, geht aber völlig an der biblischen Wahrheit vorbei, denn es heißt in Jakobus 2,26*: …Glaube ohne Werke ist tot.

Auch Paulus hatte eine derartige Auslegung niemals im Sinn. Der eben zitiert Vers ergibt zusammen mit dem vorhergehenden nämlich einen ganz anderen Sinn.

Wer Werke verrichtet, dem wird der Lohn daraus nicht zur Gnade der Erlösung, sondern zu der geschuldeten Summe hinzugerechnet, mit der er sich die Erlösung erkaufen will. Wer also nicht versucht, durch Werke Gerechtigkeit vor Gott zu erlangen, sondern an den glaubt, der jeden gerecht machen kann, der wird durch diesen Glauben erlöst. Römer 4,4-5*)

Martin Luther leitete mit der Erkenntnis der Erlösung aus Gnade die erste Reformation ein. Die Kernaussage dieser Reformation wurde ihm von Gott geschenkt und an der Befreiung, die er und viele Millionen nach ihm erlebt haben und erleben, ist eindeutig das Wirken Gottes zu erkennen, denn nur wo der Geist des HERRN ist, da ist Freiheit. (2.Korinther 3,17*)

In dieser Freiheit hat sich der Glaube jedoch völlig verirrt und das menschliche Denken ist auf die sonderbarsten Abwege geraten. Deshalb wird die Letzte – im Sinne von abschließende – Reformation in der Bibel so beschrieben:

Eine Stimme ruft In der Wüste: „Bereitet dem HERRN den Weg, macht eine Bahn unserem Gott! Jedes Tal soll erhöht, jeder Berg und Hügel erniedrigt werden. Die krummen Wege sollen gerade und die rauen Wege eben werden.“ (Jesaja 40,3-4*)

Niemand wird wohl ernsthaft behaupten wollen, dass diese Verse eine globale Einebnung mit anschließender geometrischer Straßenplanung meinen – aber was dann? Die Antwort findet sich in Lukas 14,11*. Jesus sagte: „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden. Aber wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“

Hier wird nicht die Geografie, sondern der Stolz des Menschen angesprochen. Die krummen Wege sind keine kurvigen Straßen, sondern unsere verworrenen Gedanken und unsere holprigen Denkweisen sind die rauen Wege sind, auf denen der Verstand über theologischen Unsinn rumpelt, bis er sich ergibt und den ihm angebotenen Nonsens akzeptiert.

Die Letzte Reformation ist die Reformation unseres Denkens: eine neue Sichtweise auf Gott, Sein Denken und Seine Pläne und Wege mit uns – den Menschen – und das Ende des Irr- und Aberglaubens über die Welt der Teufel und Dämonen.

Das vorliegende Werk wird diese Reformation auslösen und

...dann wird sich die Herrlichkeit des HERRN offenbaren und jeder Mensch wird sie sehen, denn der Mund des HERRN hat es gesagt (Jesaja 40,5).

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